Mit der Sonne kühlen

Der Modulhersteller und Projektentwickler Hanwha Q Cells hat auf dem Dach des Kartoffellagers im sächsischen Falkenhain insgesamt 1.300 Solarmodule installiert. Die Anlage hat eine Leistung von 400 Kilowatt und liefert einen großen Teil der Stromversorgung für die Kühlung der Kartoffeln. Vor allem in den heißen Sommermonaten ist das notwendig, damit die eingelagerten Kartoffeln nicht allzu viel Wasser verlieren.

Perfektes Zusammenspiel

Das wiederum passt perfekt mit der Stromproduktion durch die Solarmodule zusammen. Denn genau dann, wenn der meiste Strom gebraucht wird, steigt die Solarstromerzegung an. Auf diese Weise reduziert der Betreiber der Lagerhallen die Kosten für die Stromversorgung der Kühlanlagen wirksam und nachhaltig. „Trotz anfänglicher Skepsis bin ich jetzt angesichts der hohen Leistung der Anlage sicher, dass wir die richtige Entscheidung getroffen haben. Wir erreichen eine sehr deutliche Reduktion unserer Energiekosten und die Anlage wird sich so schon bald amortisiert haben“, sagt Jürgen Klamt, Geschäftsführer des Kartoffellagerhauses Falkenhain.

Die Stromkosten senken

Schließlich sind die Kosten für die Solaranlagen drastisch gesunken, während die Preise für den Strom aus dem Netz stetig steigen. Im gewerblichen Segment kostet die Kilowattstunde aus der eigenen Solaranlage der Größe, wie sie in Falkenhain installiert ist, nur noch fünf bis acht Cent pro Kilowattstunde. Das ist deutlich weniger als die 19 Cent, die Landwirtschaftsbetriebe mit einem solchen hohen Stromverbrauch wie das Kartoffellager pro Kilowattstunde bezahlen müssen, wenn sie die Energie vom Versorger beziehen. (Sven Ullrich)

Wie die Anlage gebaut wird und welchen Anteil sie zur Stromversorgung des Kartoffellagers beitragen kann, lesen Sie im aktuellen Spezial „Eigenstrom für Landwirte“, das die Fachzeitschrift photovoltaik in Zusammenarbeit mit der DLG veröffentlicht hat. Hier steht es zum kostenlosen Download zur Verfügung.